Dresden

Oktober 8, 2012 at 10:02 am

Der Höhepunkt eines jeden Besuchs in Sachsen stellt die sächsische Hauptstadt und Metropole: Dresden, von seinen Bewunderern auch „Elbflorenz“ genannt.
Die erste urkundliche Erwähnung Dresdens erfolgte im Jahr 1206, seit 1216 ist der Ort an der Elbe als Stadt („civitas“) belegt. Der Aufstieg Dresdens begann im Jahr 1485, als es zur Hauptstadt Sachsens erklärt wurde. Als kurfürstliche Residenzstadt bauten die herrschenden Wettiner ihr Dresden zu einem kulturellen Zentrum Europas aus.
Als berühmtestes Bauwerk Dresdens streiten sich wohl die Frauenkirche und der Zwinger um den ersten Platz. Die am Neumarkt gelegene Frauenkirche entstand zwischen 1726 und 1743 nach Plänen von Georg Bähr. Als besonders kühn gilt die Konstruktion der Steinkuppel, die die Form einer Glocke besitzt. Beim alliierten Luftangriff am 13. und 14. Februar 1945 wurde die Frauenkirche zerstört. Bis zum Wiederaufbau nach dem historischen Vorbild, der im 1996 begann, blieb die Frauenkirche eine Ruine. Der erste Gottesdienst konnte schließlich wieder im Jahre 2005 gefeiert werden.

Der Teil der Dresdner Stadtbefestigung, an der August der Starke die prachtvolle Hofanlage errichten ließ, gab ihr seinen Namen – der „Zwinger“. Ursprünglich war der Zwinger nur als Entrée einer größeren, sich bis zur Elbe hin erstreckenden Schlossanlage gedacht; dieses Projekt kam jedoch nie zur Ausführung. Die Lang- und Bogengalerien des Zwingers und vor allem seine Pavillons gelten als Höhepunkte der barocken Architektur und Plastik. Die architektonische Konzeption geht vor auf den Baumeister Matthäus Daniel Pöppelmann zurück, zum Skulpturenschmuck leistete der Bildhauer Balthasar Permoser wesentliche Beiträge. Der Kunsthistoriker Georg Dehio sagte über das Bauwerk: „Kein Bau des Jahrhunderts zeigt ein gleiches Maß an spontaner Genialität.“ Vor allem der Wallpavillon und das Kronentor wurden zu Inbegriffen der Architektur des Barock. Den nördlichen Abschluss des Zwingers bildet die Gemäldegalerie aus der Mitte des 19. Jahrhunderts, deren Sammlung Alter Meister zu den besten Europas zählt. Weltberühmt ist die „Sixtinische Madonna“ von Raffael.
Im benachbarten Residenzschloss können die Räume des „Grünen Gewölbes“ besichtigt werden. In ihnen werden die Schätze der Wettiner ausgestellt. Besondere Berühmtheit erlangten der „Mohr mit der Smaragdstufe“, das „Goldene Kaffeezeug“ und die Figurengruppe des „Hofstaat zu Delhi“. Zu den Prunkstücken zählt auch der aus Indien stammende „Dresdner Grüne Diamant“.

Quelle:
http://www.besuchen-sie-dresden.de