Geschichte Sachsens und seine wichtigsten Sehenswürdigkeiten

Oktober 8, 2012 at 9:42 am

Das heutige Sachsen war bereits in vorgeschichtlicher Zeit besiedelt. Aus der Jungsteinzeit sind Spuren der Bandkeramik-Kultur überkommen. Politisch ging Sachsen aus der 929 gegründeten Markgrafschaft Meißen hervor. Seit 1089 herrschte in Sachsen die Dynastie der Wettiner, die im 15. Jahrhundert die Kurwürde gewannen und damit zu den wichtigsten Fürsten des deutschen Reiches avancierten. Im 16. Jahrhundert führten die sächsischen Kurfürsten die Reformation in ihrem Land ein, das zu einem Zentrum des deutschen Protestantismus wurde. Seine Glanzzeit erlebte Sachsen nach dem Dreißigjährigen Krieg, als seine Kurfürsten zeitweise auch den polnischen Thron bestiegen. Diese glanzvolle Epoche der höfischen Prachtentfaltung ist vor allem mit der Regierungszeit des legendären August des Starken verbunden.

Sachsen ist einerseits mit Naturdenkmälern, andererseits mit historischen Bauwerken reich gesegnet. Das Erzgebirge mit seiner höchsten Erhebung, dem Fichtelberg, verläuft im Süden Sachsens an der Grenze zur Tschechischen Republik. Teile des Erzgebirges wie Hochmoore, Feucht- und Bergwiesen stehen unter Naturschutz. Im 19. Jahrhundert wurde das Gebirge mit der Eisenbahn verkehrstechnisch erschlossen. Damit zog auch der Wander- und Wintersporttourismus in der Region ein, die industriell seit Jahrhunderten vom Bergbau geprägt war.
Eine Reise wert ist auch das sächsische Vogtland. Wie im Erzgebirge kann man auch hier Wintersport treiben. Bekannt ist das Vogtland auch für seine Heilquellen in Bad Brambach und Bad Elster. Politisches und wirtschaftliches Zentrum ist die Stadt Plauen, die über ein sehenswertes Rathaus aus der Renaissance und einige historische Bürgerhäuser verfügt.
Berühmt ist des weiteren die „Sächsische Schweiz“ mit ihren bizarren, eindrucksvollen Felsformationen aus Elbsandstein. Vor allem Freunde des Klettersports kommen an den steilen Felsen auf ihre Kosten. Beeindruckend sind auch die gewaltigen Ausmaße der Festung Königstein, der größten Bergfestung Europas. Es sei noch das weniger bekannte Zittauer Gebirge erwähnt, das gleichfalls für Klettersportler, aber auch für Mountainbiker und Wanderer vielfältige Freizeitmöglichkeiten bietet.

Der Reichtum Sachsens an Kulturdenkmälern ist gewaltig. Burgenfreunde können zum Beispiel einen Ausflug zur Burg Kriebstein aus dem 14. und 15. Jahrhundert machen, die hervorragend erhalten ist und ein eindrucksvolles Bild einer typischen mittelalterlichen Burganlage vermittelt. Ein Kleinod ist Freiberg und seine nahezu vollständig erhaltene Altstadt aus dem Mittelalter und der Frühen Neuzeit.

Quelle
:
http://sachsen.de